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Sommerkonzert des E.T.A. Hoffmann-Orchesters

"Mitreißende und interessante Werke von der Barockzeit bis ins 20. Jahrhundert" Werke von Arcangelo Corelli, Gideon Klein, Jean-Marie Leclair, E.T.A. Hoffmann und George Onslow u. a.
Sonntag, 21.6. um 18 Uhr im Konzertsaal des Jüdischen Gemeindehauses, Fasanenstr 79 Tickets: 16 €, erm. 12 €
Zu den Werken:
Es beginnt mit einem festlichen Werk der Barockzeit, dem Concerto grosso D-Dur von Corelli, in dem ein Solistentrio dem Orchester im Wechsel wetteifernd gegenübergestellt wird. Das nächste Stück knüpft an die Barockmusik mit einer herberen Tonsprache an – mit der berührenden „Fantasia“ von 1942 des jüdischen Komponisten Gideon Klein (1919–1945), der mit nur 25 Jahren in Theresienstadt ums Leben kam. Es folgt das mitreißende Flötenkonzert voller Esprit von Leclair, einem französischen Barockkomponisten. Sodann gibt es eine spannende Neuentdeckung: ein Quintettsatz des französischen Komponisten Georges Onslow (1784–1853), eines Zeitgenossen von Beethoven und Mendelssohn, in dem zupackende energische Themen und sehnsüchtig- romantische Melodien kontrastrierend gegenübergestellt werden. Das Werk erklingt hier erstmalig in einer Kammerorchesterfassung. Am Ende gibt es gibt es etwas Besonderes:
Zum 250. Geburtstag des Dichters und Komponisten E.T.A. Hoffmann (1776-1822), des Namenspatrons des Orchesters, erklingt eine von ihm komponierte berührende liedhafte Arie. Außerdem hören wir von dem jüdischen Komponisten J.Offenbach aus seiner Oper "Hoffmanns Erzählungen" die berühmte Arie der Automaten-Puppe Olympia. Solisten: Andreas Nicolin (Flöte), Debra Fernandes (Sopran) Das E.T.A.-Hoffmann-Kammerorchester
Leitung: Dinah Backhaus und Matthias Wildenhof

Castelnuovo-Tedesco
Der Diwan des Moses ibn Ezra Lieder nach Gedichten des sephardischen Dichters

Gesang Athanasia Zöhrer und Gitarre Tal Hurwitz Mi 27.05.2026 19 Uhr Jüdische Gemeinde Fasanenstrasse 79-80 10623 Berlin | Großer Saal | Der Eintritt ist auf Spendenbasis. Die Erlöse kommen einem jüdischen Hilfsprojekt zu Gute Der Liedzyklus Der Diwan des Moses ibn Ezra des italienisch-jüdischen Komponisten Mario Castelnuovo-Tedesco (1895–1968) basiert auf rund 1000 Jahre alten Gedichten des sephardischen Dichters, Philosophen und Gelehrten Moses ibn Ezra, der im mittelalterlichen Spanien lebte. In diesen Liedern werden zeitlose Themen verhandelt: der Schmerz des Exils, Liebe und Freundschaft, Fragen von Moral sowie die Vergänglichkeit des Lebens. Castelnuovo-Tedesco verbindet die poetische Welt der jüdisch-sephardischen Dichtung mit einer ausdrucksstarken musikalischen Sprache des 20. Jahrhunderts und lässt die jahrhundertealten Texte in neuem Klang erstrahlen.
Tal Hurwitz ist ein international tätiger klassischer Gitarrist, der für seine technische Meisterschaft und künstlerische Ausdruckskraft bekannt ist. Er konzertierte weltweit in bedeutenden Sälen und bei renommierten Festivals und arbeitete mit Orchestern wie dem New Russian Symphony Orchestra und der Camerata Salzburg zusammen. Tal Hurwitz ist Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe und Absolvent der Universität Mozarteum Salzburg. Neben seiner Konzerttätigkeit ist er auch als Pädagoge tätig.
Die Sopranistin Athanasia Zöhrer ist seit der Spielzeit 25/26 festes Ensemblemitglied an der Oper Leipzig, wo sie u. a. als Fiordiligi (Così fan tutte), Gilda (Rigoletto), Mimì (La Bohème) und Violetta (La Traviata) zu erleben ist. Außerdem ist sie international tätig und gastierte bereits an vielen bedeutenden Opernhäusern Europas, wie der Semperoper Dresden, der Hamburgischen Staatsoper, der Deutschen Oper am Rhein, der Opéra National de Montpellier, der Opéra de Lausanne und viele mehr. Neben ihrer Operntätigkeit tritt sie regelmäßig auch als Konzertsängerin auf und arbeitete dabei mit renommierten Orchestern und Künstler:innen zusammen.
Oud & Klavier — Dialog zwischen den Welten

Shaul Bustan (Oud, Gesang, Percussion)
Ninon Gloger (Klavier)
Di, 02.12.2025 · 19:00 Uhr
Jüdische Gemeinde, Fasanenstraße 79–80, 10623 Berlin
Großer Saal | Eintritt: 16 € / 12 €
Ein abwechslungsreicher Abend mit Improvisationen und eigenen Kompositionen von Shaul Bustan.
Im Mittelpunkt steht die Begegnung von Klavier und Oud – der orientalischen Kurzhalslaute – zwei Instrumente, die scheinbar aus verschiedenen Welten stammen und doch im Dialog eine neue, berührende Klangsprache entfalten. Manchmal hören wir nur Shaul Bustan, der traditionelle Spielweisen des Oud mit eigenen Kompositionen, Gesang und Percussion verbindet; manchmal nur das Klavierspiel von Ninon Gloger. Doch die Magie beginnt, wenn beide gemeinsam improvisieren und Stücke von Bustan spielen, in denen sich klassische Avantgarde, Weltmusik, Jazz und freie Improvisation zu einer einzigartigen Klanglandschaft verweben – Musik, die Genregrenzen überwindet und Brücken zwischen Orient und Okzident schlägt.
Ninon Gloger – Klavier Ninon Gloger studierte klassische Musik in Lübeck und „Contemporary Music“ in Leuven (Belgien).
Wichtige Impulse erhielt sie in Meisterkursen bei George Crumb, Elisabeth Leonskaja, Konrad Richter und Walter Levin.
Sie arbeitete mit Künstler:innen wie Corinna Harfouch, Ulrich Tukur, Kolja Blacher, Rainer Kussmaul und Gustav Rivinius zusammen und war bei Festivals wie Ultraschall Berlin, Eclat Stuttgart, Poznan Spring Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und dem Schleswig-Holstein Musikfestival zu erleben. Als Orchesterpianistin spielte sie u. a. mit dem Bayerischen Rundfunk, den Wiener Symphonikern, dem Saarländischen Rundfunk und der Dresdner Philharmonie, sowie als Cembalistin mit dem Orchester des SHMF.
Neben der Kammermusik gilt ihr besonderes Interesse der Neuen Musik. Sie ist Gründungsmitglied des RADAR Ensembles und des Klangrauschen Ensembles und gastierte bei renommierten Ensembles für zeitgenössische Musik. Mit ihrer Formation „Triologue“ verbindet sie Eigenkompositionen mit Elementen aus Jazz, World und Avantgarde. Dafür wurde sie mehrfach ausgezeichnet und war zuletzt bei Jazz Baltica zu hören.
2011 gründete sie die Konzertreihe „KLANGRAUSCHEN – musik für neugierige ohren“, die das Lübecker Musikleben mit spannenden Impulsen der Gegenwartsmusik bereichert.
Als Dozentin ist sie vielseitig tätig – in Improvisations- und Kompositionsworkshops bei „chiffren“ (Kiel) und „NDR – Das Neue Werk“, als Klavierdozentin beim Landesjugendensemble SH sowie als Korrepetitorin an den Musikhochschulen in Hamburg und Lübeck.
2023 übernahm sie die musikalische Leitung für Brechts „Mutter Courage“ am Theater Kiel und war zudem im NDR Hannover und bei Klangrauschen Lübeck zu hören.
www.ninongloger.de
Shaul Bustan – Oud Geboren 1983 in einem kleinen Kibbuz in der Negev-Wüste im Süden Israels, wuchs Shaul Bustan zwischen zwei Kulturen auf – der persischen Herkunft seiner Mutter und dem osteuropäischen Hintergrund seines Vaters. Diese Vielfalt prägt auch seine Musik: als studierter Komponist der Klassik ebenso wie als virtuoser Oud-Spieler, der improvisierend mühelos Elemente des Jazz einfließen lässt.
So entstehen originelle und zugleich geschmeidige Hörerlebnisse, die die Verbindung zwischen Orient und Okzident lebendig werden lassen.
Bustan schloss 2009 sein Masterstudium in Komposition an der Jerusalem Academy of Music and Dance ab. Sein Werk reicht von Oper und Kammermusik über Orchesterwerke bis hin zu Musik für Film, Theater und Tanz. Er arbeitete mit internationalen Orchestern und Ensembles wie dem Israel Philharmonic Orchestra, dem Sinfonieorchester Wuppertal, dem EOS Kammerorchester Köln und dem Tiroler Ensemble für Neue Musik.
2023 präsentierte er sein neues Stück „Winter“ als Oud-Solist gemeinsam mit dem Deutschen Kammerorchester Berlin im Großen Saal der Berliner Philharmonie.
Seit 2011 lebt er in Deutschland. Neben seiner Arbeit als Komponist leitet er das Ensemble Flensburg, ein grenzübergreifendes Ensemble für Neue Musik, und tritt regelmäßig mit seinem Trio in ganz Deutschland auf – u. a. beim Schleswig-Holstein Musik Festival und im Französischen Dom in Berlin.
www.shaulbustan.com
»Wilde Bühne«, wilde Zeiten

Heymanns Kabarettchansons der frühen Zwanziger Jahre
Meta Hüper, Maximilian Nowka, Tal Balshai
Do 9. Oktober 2025 | 19 Uhr
Jüdisches Gemeindehaus FasanenStraße 79-80 | 10623 Berlin Großer Saal | Eintritt frei
Meta Hüper, Maximilian Nowka und Tal Balshai (Kla- vier) singen Werner Richard Heymanns Kabarettchan- sons der »Wilden Bühne« und beziehen auch Texte von Zeitzeugen ein. Hey- mann (1896 – 1961) schrieb nicht nur Evergreens für den Film (Das gibt’s nur einmal, Ein Freund, ein guter Freund, Irgendwo auf der Welt), sondern war auch von 1921 bis 1923 der Hauskomponist von Trude Hesterbergs legendärer »Wilden Bühne«.
In diesem wichtigsten Kabarett der frühen 1920er Jahre arbeiteten Künstler jüdischer und nicht-jüdischer Herkunft ganz selbstverständlich zusammen. Der verlorene Weltkrieg, Staatskrisen, Inflation und reaktionäre Angriffe bilden den Hintergrund, vor dem Tucholsky, Mehring, Klabund u. a. einen neuen literarischen Stil prägten. Gegenwartsnah, realistisch, voll spröder Poesie, aber auch ironisch erzählen die Chansons von Modeerscheinungen, der Großstadt, Frauenschicksalen, Gaunern und Liebesleben.
Eingangs erinnert die Tochter des Komponisten, Elisabeth Trautwein-Heymann, an ihren Vater. Manche Heymann-Chansons wurden Kabarett-Klassiker. Andere gin- gen mit den Wirren des Exils verloren oder schienen verschwunden. Wieder andere, u. a. Tucholskys Parodie Sorrent, wurden jüngst aus getrennt überlieferten Noten und Text rekonstruiert und sind erst- mals seit 100 Jahren wieder spielbar. Eine neue Ausgabe bei Schott Music enthält bzw. weist sämtliche Chansons nach, die Heymann für die »Wilde Bühne« geschrieben hat (ISBN: 978-3-7957-3404-6).
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